Weitere Gespräche mit Hertie in Görlitz

Oberbürgermeister Joachim Paulick hat sich heute mit der Geschäftsstellenleiterin des Görlitzer Hertie-Kaufhauses, Ilona Markert, sowie dem Vorsitzenden des Betriebsrates, Armin Schneider, getroffen, um über die aktuelle Situation zu sprechen.

„Ich bedaure es außerordentlich, dass die Verhandlungen zwischen Hertie und dem Eigentümer gescheitert sind und das Görlitzer Haus ebenso wie 53 weitere Kaufhäuser in Deutschland geschlossen wird. Diesen Beschluss hat der Gläubigerausschuss am 20. Mai gefasst, ungeachtet dessen, dass Hertie in Görlitz erfolgreich ist. Das tut weh und ist außerordentlich bitter für Görlitz und die Belegschaft. Trotzdem habe ich heute Mitarbeiter getroffen, die ungeachtet dieser traurigen Wahrheit engagiert und motiviert im Verkauf tätig sind. Diese Haltung beeindruckt mich sehr.“, so der Görlitzer Oberbürgermeister Joachim Paulick, der den Betroffenen Mut zusprach. „Wir geben die Hoffnung nicht auf und werden uns mit ganzer Kraft für unseren Kaufhaus-Standort einsetzen. Die Europastadt GmbH ist beauftragt, weitere mögliche Investoren zu kontaktieren, um sie für Görlitz und das historisch einmalige und ebenso wertvolle Jugendstil-Gebäude zu interessieren. Unser architektonisches Juwel hebt sich dadurch aus der Menge der Hertie-Häuser ab, das könnte die Zukunftschancen erhöhen. Bisher gab es Gespräche mit ca. zehn Investoren, einige davon waren auch vor Ort, darunter auch ein europaweit agierender Centerbetreiber.“

Nach Aussage von Hertie-Pressesprecher Wolfgang Weber-Thedy wird in Kürze der Ausverkauf in den Kaufhäusern beginnen. Der britische Eigentümer Dawnay Day hat inzwischen ein Berliner Immobilienbüro mit dem Verkauf der Häuser beauftragt.

Die Stadt Görlitz hatte sich im August 2008 sowohl der Initiative des Bürgermeisters der Stadt Wessling zum Erhalt der Hertie-Geschäftsstellen angeschlossen als auch den Bundeswirtschaftsminister und den Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen dahingehend schriftlich um Unterstützung gebeten, sich persönlich für den Erhalt der Standorte einzusetzen.

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